Lesetipp: In „Gesichter der Liebe“ verwebt Sylvia Fabiola die Bildsprache Octavio Ocampos geschickt mit poetischen Betrachtungen.

von Dr. Susanne Hartmann, Kulturanthropologin, Autorin, Journalistin.

In „Gesichter der Liebe“ lädt uns Sylvia Fabiola ein, auf Entdeckungsreise zu gehen, auf der sich bildende Kunst mit Poesie verbindet. Der magische Surrealismus  Mexikos begegnet uns in den metamorphischen Werken des Malers Octavio Ocampo. Je nachdem, ob der Betrachter den Abstand zu seinen Bildern erhöht oder vermindert, verwandelt sich eine Landschaft oder ein Gebäude in ein Gesicht.

Geschickt verwebt Fabiola die Bildsprache Ocampos mit poetischen Anklängen, Lebensbetrachtungen und Ermutigungen, sich mit allen Sinnen hinzugeben. Darüber hinaus lässt sie uns Informationen zukommen, die sich rund um sein Leben und die vorgestellten Gemälde drehen.

Ocampos vordergründig optische Täuschungen weisen eine emotionale Tiefe auf, die man erst sieht, wenn man sie aus der Nähe betrachtet. Oder verhält es sich umgekehrt? Wenn wir sie aus der Ferne betrachten? Sylvia Fabiola entdeckt mit uns, wie vielfältig sich Gesichter der Liebe zeigen können.

Bereits in „Liebe oder Illusion?“ hat sich Sylvia Fabiola, unter ihrem bürgerlichen Namen Sylvia Führer, mit den Bildern des mexikanischen Malers psychologisch-erzählerisch beschäftigt. In „Gesichter der Liebe“ überwiegt das Künstlerische, Traumhafte.

Sylvia Fabiola: Gesichter der Liebe. Von OCTAVIO OCAMPO beflügelt. Bestoffverlag 2018. ISBN: 978-3-96133-038-6. 13,90 €

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