Veranstaltungen

Mrz
9
Di
Schönste Schweizer Bücher: Vernissage @ Livestream oder Literaturhaus
Mrz 9 um 19:30

Gesa Schneider, Mimi von Moos und Dan Solbach

Zum Auftakt der Schau spricht Jurorin Gesa Schneider aus dem Zürcher Literaturhaus mit den Preisträger*innen Mimi von Moos und Dan Solbach über Wagnisse und Freuden der Buchgestaltung. „Die Verwandte“ folgt den fotografischen Spuren einer unbekannten Urgroßtante in die 30er- und 40er-Jahre, der „Almanach Ecart. Une archive collective, 1969–2019“ führt ins Archiv der Genfer Fluxus-Gruppe Ecart.

Foto aus: Mimi von Moos: „Die Verwandte“

Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Datum: 09.03.2021, 19:30 Uhr
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
Eintritt: 9/6 Euro

Weitere Informationen zu (Livestream-)Tickets etc. ab Ende Februar

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Mrz
10
Mi
Pop-up-Ausstellung zu Schweizer Buchkunst @ Literaturhaus
Mrz 10 um 15:00

Schönste Schweizer Bücher

Nach „Tip Top Typo Pop“ (2018) und „Poesie im Weltformat“ (2019) sind nun „Schönste Schweizer Bücher“ zu Gast: Drei Pop-up-Ausstellungen im Literaturhaus feiern den Swiss Style in Typografie, Plakatkunst und Buchgestaltung. Lesend, blätternd, schauend, lauschend sind mit den 19 ausgezeichneten Titeln des Wettbewerbs „Schönste Schweizer Bücher“ Höhepunkte der Buchgestaltung und -produktion zu entdecken.

Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia

Pop-up-Ausstellung:
10.–19.03.2021:
Di–Fr, 15–19 Uhr
Sa–So, 14–18 Uhr

Eintritt frei

Führungen für Schulklassen und Gruppen nach Anmeldung (info@literaturhaus-freiburg.de)

Weitere Informationen zu (Livestream-)Tickets etc. ab Ende Februar

Lesung & Gespräch mit Daniel Wisser im Livestream @ Livestream
Mrz 10 um 19:00

Wir bleiben noch

Moderation: Günther Kaindistorfer

Mit hinreißend lakonischem Witz erzählt Daniel Wisser von vier Generationen einer Familie, durch die sich die Gräben eines ganzen Landes ziehen. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, der langsam dämmert, dass sich der Traum vom ungebremsten Fortschritt gegen sie wendet.

Die Welt um Victor Jarno hat sich verändert – und wie immer hat er es zu spät bemerkt. Victor ist Mitte vierzig, kinderlos und der letzte Sozialdemokrat in einer Wiener Familie mit sozialistischen Wurzeln bis in die Kaiserzeit. Nur scheint sich niemand daran zu erinnern, selbst seine Mutter und seine Tante hat der politische Rechtsruck erfasst. Mit der Rückkehr von Victors Cousine Karoline aus dem Ausland, flammt eine dreißig Jahre alte heimliche Liebe wieder auf: Beide verachten e-Scooter, Stand-up-Paddling und die regierenden Rechtsparteien. Doch als aus ihnen ein Paar wird, droht die Familie an dem Skandal zu zerbrechen. Noch dazu vererbt ihnen die Großmutter vor ihrem Tod ihr Haus auf dem Land, in das Cousine und Cousin nun zum Missfallen ihrer Eltern, die das Haus gerne geerbt hätten, einziehen. Was aber lässt sich in einer Welt, in der ihre Ideale im Niedergang begriffen sind, noch retten?

Daniel Wisser schreibt Prosa, Gedichte, Songtexte. 1994 Mitbegründer des Ersten Wiener Heimorgelorchesters, zuletzt erschien das Album „Die Letten werden die Esten sein“. 2018 wurde er für den Roman „Königin der Berge“ mit dem Österreichischen Buchpreis und dem Johann-Beer-Preis ausgezeichnet. „Wir bleiben noch“ ist Daniel Wissers fünfter Roman. Er lebt in Wien.

Datum Mittwoch, 10. März 2021, 19 – 20 Uhr
Ort Livestream auf www.rombach.de
Teilnahme
: kostenlos

Mrz
11
Do
Lesung: Dunkelkammern @ Livestream oder Literaturhaus
Mrz 11 um 19:30

Geschichten vom Entstehen und Verschwinden

Inmitten „Schönster Schweizer Bücher“ erzählen die drei Schweizer Schreibenden Melinda Nadj Abonji, Gianna Molinari und Joël László von ihren „Dunkelkammern“ der Imagination (Suhrkamp, 2020): von den Obsessionen, Bildern und Phänomenen, die nicht zu greifen sind. Von denen es kein Loskommen gibt, bis sie Form annehmen.

Gefördert von Alit – Verein Literaturstiftung

Datum: 11.03.2021, 19:30 Uhr
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
Weitere Informationen zu (Livestream-)Tickets etc. ab Ende Februar

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Mrz
23
Di
Lesung: Sharon Dodua Otoo: Adas Raum @ Livestream oder Literaturhaus
Mrz 23 um 19:30

Lesung und Gespräch

Der gerade bei S. Fischer erscheinende Debütroman der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo folgt Adas Geschichte(n): Durch die Jahrhunderte und von Westafrika über Großbritannien bis nach Deutschland verwebt die Autorin Perspektiven und Erfahrungen zu einem neuartigen Zugang zu Weltgeschichte, Erinnerung und Trauma.

Mitveranstalter: Buchhandlung jos fritz, Radio Dreyeckland

Datum: 23.03.2021, 19:30 Uhr
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
Eintritt: 9/6 Euro

Weitere Informationen zu (Livestream-)Tickets etc. ab Ende Februar

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Mrz
24
Mi
Lesung & Gespräch mit Heike Duken im Livestream @ Livestream
Mrz 24 um 19:00

Denn Familie sind wir trotzdem

Moderation: Günter Keil

Eine Geschichte von Müttern und Töchtern, Schuld und Vergebung und der Frage, wie wir zu den Menschen werden, die wir sind.
Die Schatten der Vergangenheit reichen weit in der Familie Fux – von 1925, als zwei Brüder schon als kleine Jungen zu Soldaten erzogen werden und in den Dreißigerjahren entscheiden müssen, auf welcher Seite sie stehen, bis zum heutigen Tag. Ina, die Tochter des einen Bruders, entfremdet sich von ihrer Familie und ihrer Geschichte. Sie wird mit neunzehn schwanger und beschließt, ihre Tochter Floh trotz der fehlenden Unterstützung des Vaters alleine großzuziehen. Als junge Frau stellt Floh, angetrieben vom Zorn auf den unerreichbaren Vater, auf Staat und Gesellschaft, Recherchen über ihre Familie an. Was sie entdeckt und dass sie selbst schwanger wird, verändert alles. Die Geschichte droht sich zu wiederholen, doch Floh ist entschlossen, zusammen mit ihrem Großvater den Fluch des Gestern zu überwinden und nach dem zu suchen, was Familie trotz allem zusammenhält.

Inspiriert von der wahren Familiengeschichte von Heike Duken.
Heike Duken, geboren in München, studierte Psychologie und arbeitet in Nürnberg als Psychotherapeutin in ihrer eigenen Praxis. Sie schreibt, seit sie die Buchstaben kennt, ihr erstes Werk war eine Piratengeschichte in der dritten Klasse. Ihr Romanprojekt „Wenn das Leben dir eine Schildkröte schenkt“ wurde mit einem Stipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert.

Datum Mittwoch, 24. März 2021, 19 – 20 Uhr
Ort Livestream auf www.rombach.de
Teilnahme
: kostenlos

Mrz
25
Do
Literarisches Werkstattgespräch @ Livestream
Mrz 25 um 19:30

Offene Textwerkstatt

Das Werkstattgespräch findet über Zoom statt. Anmeldung: info@literaturhaus-freiburg.de

Das „Literarische Werkstattgespräch“ ist die älteste Reihe des 1988 gegründeten Literaturbüros, aus dem im Herbst 2017 das Literaturhaus Freiburg hervorgegangen ist: Schreibende aller Generationen stellen hier seit über 30 Jahren unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion.

Die Moderation übernehmen im Wechsel Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest: Eberhard Bittcher, Ralf Kiefer, Antigone Kiefner und Philipp Brotz, der durch diese Ausgabe führt. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt.

Illustration: © Andreas Töpfer

Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

Datum: 25.03.2021, 19:30 Uhr
Eintritt frei

Mrz
31
Mi
Lesung & Gespräch mit Jasmin Schreiber im Livestream @ Livestream
Mrz 31 um 19:00 – 20:00

Abschied von Hermine

Über das Leben, das Sterben und den Tod – und was ein Hamster damit zu tun hat

Moderation: Günter Keil

Wir müssen alle sterben. Du, ich, die Tiere im Wald, die Pflanze auf dem Fensterbrett im Büro: Früher oder später sind wir alle dran. Zieht der Tod in unser Leben ein, bringt er Schmerz mit und hinterlässt Lücken in unseren Reihen und Herzen. Er ruft Emotionen wie Wut und Ohnmacht hervor, wir fühlen uns ungerecht behandelt, sind schockiert – und es tut einfach weh. Bei er Frage nach dem Wieso setzt Schreiber an, denn als Biologin geht sie den Dingen gerne auf den Grund. Schreiber nimmt uns mit auf eine Reise, die dem großen, schweren Thema den Schrecken nimmt und ergründet, was Leben ist und wieso es den Tod überhaupt gibt. Sie verdeutlicht, wo in unserem Körper im Kleinen täglich vor sich hingestorben wird, und richtet dann den Blick nach außen: sie nimmt uns mit in die Tiefsee, wo wir einer unsterblichen Qualle begegnen, ins Gebirge, wo wir Kiefernzapfen von uralten Bäumen sammeln. Erklärt anschaulich, was es bedeutet zu altern, zu sterben. Am Beispiel ihres verstorbenen Hamsters Hermine erfahren wir außerdem, was passiert, wenn ein Körper verwest. Und wieso dieser Prozess auch Chancen birgt – für andere.

So präzise wie unterhaltsam und hinreißend leicht widmet sich Jasmin Schreiber in ihrem zweiten Buch dem Sterben, von der kleinsten Zelle bis zur großen existentialistischen Frage nach dem Warum.
Jasmin Schreiber studierte Biologie und arbeitet als Schriftstellerin. 2018 gewann sie den Digital Female Leader Award und wurde als Bloggerin des Jahres ausgezeichnet. Mit Tod und Sterben befasst sie sich im Ehrenamt, mit der Wissenschaft in ihrem Biologie-Podcast »Bugtales.fm«. Das Internet macht sie auf Twitter unter @LaVieVagabonde unsicher. Ihr erster Roman „Marianengraben“ erschien im Frühjahr 2020. Jasmin Schreiber lebt in Frankfurt am Main.

Datum Mittwoch, 31. März 2021, 19 – 20 Uhr
Ort Livestream auf www.rombach.de
Teilnahme
: kostenlos

Apr
14
Mi
Lesung & Gespräch mit Bernhard Aichner im Livestream @ Livestream
Apr 14 um 19:00

Dunkelkammer

Ein Bronski-Roman

Moderation: Günter Keil

Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er.

Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schweren Schicksalsschlag.
Bernhard Aichner lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.

Datum Mittwoch., 14. April 2021, 19 – 20 Uhr
Ort Livestream auf www.rombach.de
Teilnahme
: kostenlos