Veranstaltungen

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Mrz
18
Mi
Lesung: Markus Orths Picknick im Dunkeln @ Buchhandlung Rombach
Mrz 18 um 20:00

Eintritt Euro 12,– / 10,– ermäßigt
Kartenvorverkauf Buchhandlung Rombach Freiburg
https://www.rombach.de/markus_orths

Eine unglaubliche, unerhörte Begegnung, die den Bogen spannt über siebenhundert Jahre Weltgeschichte: Zwei Männer treffen sich in vollkommener Finsternis. Sie wollen ans Licht, unbedingt. Sie tasten sich voran, führen irrwitzige Gespräche und teilen die Erinnerungen an zwei haarsträubend unterschiedliche Leben. Die Männer? Stan Laurel und Thomas von Aquin. Der begnadete Komiker trifft auf den großen Denker des Mittelalters. Warum hier? Warum jetzt? Warum gerade sie beide? Genau dies müssen sie herausfinden, um endlich ans Licht zu gelangen. »Picknick im Dunkeln« ist eine aufregende philosophische Reise, eine urkomische und todernste Geschichte über die großen Fragen des Lebens.
Markus Orths studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Seine Bücher wurden in insgesamt neunzehn Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Telekom-Austria-Preis beim Bachmann-Wettbewerb, dem Niederrheinischen Literaturpreis und dem Phantastikpreis der Stadt Wetzlar. Ebenso gewann er den Stückwettbewerb des Theaters Baden-Baden und für die Adaption von „Das Zimmermädchen“ den Pariser Prix Théâtre 13 sowie den Publikumspreis. Für „Alpha & Omega“ wurde er mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet. Die Verfilmung seines Romans „Das Zimmermädchen“ kam 2014 in die Kinos.

Mrz
20
Fr
Rebecca Makkai: Die Optimisten – Zweisprachige Lesung und Gespräch mit René Freudenthal @ Café Artjamming
Mrz 20 um 20:00

Chicago, 1985: Yale ist ein junger Kunstexperte, der mit Feuereifer nach Werken für seine Galerie sucht – nicht ahnend, dass er einen Freund nach dem anderen an ein Virus verlieren wird, das gerade in Boystown zu wüten beginnt.

Paris, 2015: Fiona spürt ihrer Tochter nach, die offenbar nicht gefunden werden will. Die Suche gerät zu einer Reise in die Vergangenheit, als sie auf alte Freunde aus Chicago trifft, die sie an das Gefühlschaos der erst euphorischen, später abgründigen 1980er-Jahre erinnern.

Rebecca Makkai erzählt in ihrem dritten Roman „Die Optimisten“ (Eisele Verlag, 2020, aus dem Amerikanischen von Bettina Abarbanell) in wendiger Prosa voll Empathie und mit spukhaft eindringlichen Bildern die Geschichte der Krankheit Aids bis in die Gegenwart. Ein New-York-Times-Bestseller, der auf der Shortlist des Pulitzer Prize und des National Book Award stand, ausgezeichnet mit der Carnegie Medal und dem Los Angeles Times Book Prize for Fiction.

Mitveranstalter: Carl-Schurz-Haus, Rosa Hilfe Freiburg e.V., Buchhandlung jos fritz

Veranstaltungssprache: Englisch, ausgewählte Lesestellen auf Deutsch

Ort: Café Artjamming, Günterstalstraße 41
Eintritt: 8/7/5 Euro (Kein VVK, Reservierung: programm@carl-schurz-haus.de)

Mrz
23
Mo
Neue Gedichte: Marion Poschmann trifft Alexandru Bulucz – Moderiert von Dagmara Kraus @ Literaturhaus Freiburg
Mrz 23 um 19:30 – 20:30

Nach „Die Kieferninseln“, ihrem Roman-Bestseller von meisterhafter Leichtigkeit, folgt nun Marion Poschmanns fünfter Gedichtband: „Nimbus“ (Suhrkamp, 2020), die dunkle Wolke, ist eine Erscheinung von Pracht, Weite, Schwung, und doch gehört sie dem Formlosen, Ungreifbaren. „was Petersilie über die Seele weiß“ (Schöffling, 2020) ist der zweite Band des 1987 im rumänischen Alba Iulia geborenen und heute in Berlin lebenden Autors Alexandru Bulucz, der beim Literarischen März 2019 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis erhielt. Wie Poschmanns Werk spüren seine Gedichte oft Abwesendem, Erinnertem nach und fassen nach unserer Gegenwart, indem sie Stimmen aus anderen Sphären sprechen lassen.

Wo sich ihre Texte treffen, wo sie auseinanderstreben oder in einen Dialog treten, zeigt dieser Abend. Die beiden herausragenden Neuerscheinungen bringt die Dichterin und Übersetzerin Dagmara Kraus ins Gespräch.

Eintritt: 9/6 Euro

Mrz
24
Di
Art of Being … Not Human. Second Encounter Cut-up, mash-up, beam up @ Theater Freiburg, Theaterbar
Mrz 24 um 20:15

„Vom Standpunkt der Hochtechnologie ist der Mensch ein miserables Werk.“ – Stanislaw Lem

Es zeugt von Humor, ausgerechnet das Zeitalter, in dem der Mensch seine Lebensgrundlagen versemmelt, Anthropozän zu nennen. Ein guter Moment, diesen Witz der Erdgeschichte auf die Auswechselbank zu setzen und nach alternativen Intelligenzen und Lebensformen zu forschen. Die Freiburger Autoren Jürgen Reus und Stephan Kuß mendeln Weltliteratur zu einem nicht-hominiden, transhumanen, extraterrestrischen Evolut, bei dem der Fortbestand des Menschen noch weniger garantiert ist als beim First Encounter mit „Art of Being … Not Human“.

Eine unheimliche Operation am offenen Denken unter anderem mit Daphne Du Maurier, Dietmar Dath, Marge Piercy, Teju Cole, Joanna Russ, Lu Xun, Haruki Murakami, Ursula Le Guin, Patrick Chamoiseau, Ambrose Bierce, Jean-Luc Nancy und Kazuaki Takano. Mitgestaltet wird der übermenschliche Leseabend von Schauspieler*innen des Theater Freiburg.

Mehr auf dem „Art of Being“-Blog

Mitveranstalter: Theater Freiburg in Kooperation mit dem Carl-Schurz-Haus, der Universität und dem Literaturhaus Freiburg

Ort: Theater Freiburg, TheaterBar, Bertoldstraße 46
Eintritt: 12/8 Euro (VVK: Theater Freiburg)

Mrz
26
Do
Buch-Premiere & Gespräch: Jeremias Thiel Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance @ UWC Robert Bosch College
Mrz 26 um 19:30

Wie sich Armut in Deutschland anfühlt und was sich ändern muss.
Als Jeremias Thiel elf Jahre alt ist, macht er sich auf den Weg zum Jugendamt. Er hält es zu Hause nicht mehr aus, hat Angst, der Armut und Verwahrlosung, die dort herrschen, niemals entkommen zu können. Seine Eltern sind psychisch krank und leben von Hartz IV, die häusliche Situation ist mehr als schwierig. Von da an lebt er im SOS-Jugendhaus, bis er als Stipendiat auf das UWC Robert Bosch College in Freiburg geht und im Herbst 2019 sein Studium in den USA beginnt. Er ist sich sicher, dass viele, die in ähnlichen Verhältnissen leben, nicht die Möglichkeit haben, sich daraus zu befreien. In diesem Buch erzählt Jeremias seine Geschichte und liefert zugleich einen bewegenden und aufrüttelnden Appell für mehr soziale Gerechtigkeit.
Jeremias Thiel, geboren in Kaiserslautern, machte 2019 sein Abitur am UWC in Freiburg. Derzeit studiert er Umwelt- und Politikwissenschaften am renommierten St. Olaf College in Minnesota.

UWC Robert Bosch College, Kartäuserstr. 119, 79104 Freiburg
Eintritt Euro 12,– / 8,– ermäßigt
Kartenvorverkauf Buchhandlung Rombach Freiburg
In Kooperation mit: UWC Robert Bosch College Freiburg
https://www.rombach.de/jeremias_thiel

Literarisches Werkstattgespräch – Offene Textwerkstatt @ Literaturhaus Freiburg
Mrz 26 um 19:30

Gingen wir unter, ließe sich leiser sprechen, / die Sätze in einen Halbschlaf zwingen, den Schalen / Schweigen abringen. Leere Hüllen tief in den Sand. / Gingen wir unter, wäre das eine kalte Reform, / getaucht, gezuckt, dem Himmel in die Karten / gespuckt. Letztes Klappern in unsern Mündern. / Gingen wir unter, wäre das ein gekonntes Manöver, / denn was verloren wir am Grund, dort, wo wir nichts / als Beiwerk, Schlummer, nichts als Stille sind. / Gingen wir unter, konnten wir endlich geschlossen sein. / Was oben war? Nur ein Gerücht. Perlmutt und Rhetorik.
– Nora Bossong: „Perlmutt und Rhetorik“ (aus: „Kreuzzug mit Hund“, Suhrkamp, 2018)

Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet in der Regel am letzten Donnerstag des Monats statt. Die Moderation dieser Ausgabe übernimmt Antigone Kiefner.

Texteinsendungen bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch: info@literaturhaus-freiburg.de

Eintritt frei

Mrz
27
Fr
Dita Zipfel: Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte Wilder Freitag mit Taschengeldsorgen, Drachenherzen und Swoosh! (10-14 J.)
Mrz 27 um 15:00

Lucie glaubt an einen Jackpot, als sie den Aushang findet. Ein völlig überbezahlter Gassigeh-Job! Doch es stellt sich heraus: Der Hund ist schon lange tot, der Zettel das Täuschungsmanöver eines verrückten Alten namens Klinge, der einen Ghostwriter für sein Kochbuch sucht. Aber ganz ehrlich: Im Alltagswahnsinn eines Teenagers mit Patchwork-Familie, Verliebtsein und Taschengeldnöten erscheint Klinge gar nicht so merkwürdig. Selbst wenn er angeblich 27 Salti nacheinander springt und Feen die klitzekleinen Zähne ausschlägt.

Dita Zipfel hat mit „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ (Hanser, 2019) ein herrlich unkonventionelles Jugendbuch geschrieben. Frech, sprudelnd und genial illustriert von Ran Flygenring erzählt es vom turbulenten Leben einer unerschrockenen 13-Jährigen. Moderiert wird die Lesung von Jugendlichen aus dem Jungen Beirat des Literaturhauses.

Kooperationspartner: Junges Theater Freiburg

Gefördert von der Eugen-Martin-Stiftung und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Vormittags zu Gast: Freiburger Schulklassen

Mrz
29
So
Heimatkunde: Form und Sinn – Matinee mit Jürgen Lodemann, Manuela Fuelle und Walle Sayer @ Literaturhaus Freiburg
Mrz 29 um 10:30

Drei neue Bücher, drei Form-Experimente: ein Roman über den Mars, die Erde und unsere Gegenwart als Langstreckeninterview. Ein eigensinniges Lexikon, das gewitzt und pointiert durch die Welt der Doppelwörter führt, um Sprachschätze zu heben. Und neue Gedichte, die mit wenigen Worten „in das Zentrum unserer Existenz“ gelangen, wie Literaturkritiker Michael Braun beeindruckt festhält.

In moderierten Kurzlesungen geben die Freiburger Autor*innen Jürgen Lodemann („Mars an Erde“, 2020) und Manuela Fuelle („Lexikon der Doppelwörter“, 2020) sowie der aus Horb am Neckar anreisende Lyriker Walle Sayer („Mitbringsel“, 2019) Einblicke in Form und Sinn ihrer jüngsten Werke.

Unsere Matinee-Reihe „Heimatkunde“ war in den Jahren 2015 und 2016 in der Region unterwegs, nun lädt sie Autor*innen aus dem Dreiländereck bei Kaffee und Croissant ins Literaturhaus ein.

Eintritt: 9/6 Euro

Literatur-Café: „Eduard Mörike“ @ Wallgraben Theater
Mrz 29 um 16:00
Mrz
31
Di
Abbas Khider: Palast der Miserablen – Lesung und Gespräch mit Anna Engel @ Literaturhaus Freiburg
Mrz 31 um 19:30 – 20:30

„Abbas Khiders Figuren sind Entwurzelte, Träumer und Beobachter“, schreibt die FAZ. 1973 in Bagdad geboren, wurde Khider mit 19 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet und floh nach seiner Entlassung aus dem Irak. Seit 2000 lebt er in Deutschland, studierte Literatur und Philosophie, legte 2008 sein literarisches Debüt vor. Nach dem augenzwinkernden endgültigen Lehrbuch „Deutsch für alle“ (2019) erzählt der Adelbert-von-Chamisso-Preisträger in seinem fünften Roman „Palast der Miserablen“ (Hanser, 2020) die Geschichte eines Jungen aus den Slums von Bagdad.

Das Leben von Shams und seiner Familie im von Saddam Hussein beherrschten Land ist geprägt von existenzieller Not. Der Junge verdingt sich als Plastiktütenverkäufer, Busfahrergehilfe, Lastenträger. Und er liebt Bücher. Doch in einer Zeit, in der ein falsches Wort den Tod bedeuten kann, führt ihn das Lesen in eine Welt, deren Gefahren er nicht kommen sieht. Ein persönlicher, lebendiger Roman voll unvergesslicher Figuren, über den der Autor ins Gespräch kommt mit Anna Engel (HR2-Kultur).

Mitveranstalter: Buchhandlung Rombach

Kartenvorverkauf Buchhandlung Rombach Freiburg & reservix.de
https://www.rombach.de/abbas_khider

Eintritt: 9/6 Euro