{"id":3644,"date":"2019-10-13T18:11:05","date_gmt":"2019-10-13T16:11:05","guid":{"rendered":"http:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/?p=3644"},"modified":"2019-10-13T18:11:05","modified_gmt":"2019-10-13T16:11:05","slug":"das-33-literaturgespraech-bringt-europa-nach-freiburg-vom-7-bis-10-november-2019-eroeffnet-wird-das-lesefest-mit-dem-titel-auf-dem-seil-von-buechner-preistraegerin-terezia-mora","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/?p=3644","title":{"rendered":"Das 33. Literaturgespr\u00e4ch bringt Europa nach Freiburg: vom 7. bis 10. November 2019. Er\u00f6ffnet wird das Lesefest mit dem Titel \u201eAuf dem Seil\u201c von B\u00fcchner-Preistr\u00e4gerin Ter\u00e9zia Mora."},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_3646\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Theresia-Mora.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3646\" class=\"wp-image-3646 size-medium\" src=\"http:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Theresia-Mora-300x214.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Theresia-Mora-300x214.jpg 300w, https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Theresia-Mora-768x547.jpg 768w, https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Theresia-Mora-600x428.jpg 600w, https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Theresia-Mora.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3646\" class=\"wp-caption-text\"><em>T\u00e9r\u00e9sia Mora. Foto: \u00a9 Antje Bergh\u00e4user<\/em><\/p><\/div>\n<p><strong>Der Karten-Vorverkauf \u00fcber Reservix l\u00e4uft ab sofort, das begleitende Leseheft ist ab dem 22. Oktober im Literaturhaus und im Freiburger Buchhandel erh\u00e4ltlich. <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie schwere Sprache also, das beinahe-Stottern habe ich als die Materie erkannt, aus der ich meine eigene Sprache machen w\u00fcrde\u201c, sagte die Schriftstellerin <strong>Ter\u00e9zia Mora<\/strong> 2018 in ihrer Dankesrede zum Georg-B\u00fcchner-Preis \u00fcber die suchende Sprache Woyzecks. Ihre eigene Sprachkunst w\u00fcrdigte die Jury als eminent gegenw\u00e4rtig und lebendig in der Verbindung von Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit. \u00dcber ihr Schreiben und ihren j\u00fcngsten Roman \u201eAuf dem Seil\u201c, mit dem sie an \u201eDer einzige Mann auf dem Kontinent\u201c und \u201eDas Ungeheuer\u201c ankn\u00fcpft, spricht Ter\u00e9zia Mora im Rathaus mit Literaturkritikerin <strong>Daniela Strigl<\/strong>.<\/p>\n<p>Am Freitag um 15 Uhr sind die j\u00fcngsten Leser*innen ins Literaturhaus eingeladen: Der Dichter <strong>Arne Rautenberg<\/strong> und die Illustratorin <strong>Regina Kehn<\/strong> stellen mit Lesung und Live-Zeichnungen die au\u00dfergew\u00f6hnliche Anthologie \u201eEin Nilpferd steckt im Leuchtturm fest\u201c (Mixtvision, 2018) vor \u2013 tierische Kindergedichte f\u00fcr alle ab 6 Jahren. Um 18 Uhr gastiert <strong>Barbara Zeman<\/strong> mit ihrem Romandeb\u00fct \u201eImmerjahn\u201c (Hoffmann und Campe, 2019) im Museum f\u00fcr Neue Kunst: eine kluge und komische Reflexion \u00fcber Kunst als Statussymbol, Projektionsfl\u00e4che und \u2013 als Schule des Sehens. Musikalisch in Szene gesetzt von der Indie-Band <strong>Sweet, Sweet Moon.<\/strong><\/p>\n<p>Der Abend ist dem Gastland der Buchmesse gewidmet: Um 20 Uhr liest der norwegische Schriftsteller <strong>Johan Harstad<\/strong> aus \u201eMax, Mischa und die TET-Offensive\u201c (Rowohlt, 2019): Liebesroman, K\u00fcnstlersaga, Familienepos, Gesellschaftsportr\u00e4t, Kriegs- und Migrationsgeschichte \u2013 auf 1.250 Seiten. Im Anschluss stellt<strong> Hinrich Schmidt-Henkel<\/strong>, einer der profiliertesten \u00dcbersetzer aus dem Norwegischen, das Gesamtwerk <strong>Kjell Askildsens <\/strong>vor. Der inzwischen 90-j\u00e4hrige Schriftsteller ist mit seiner lakonischen Sprache ein Klassiker der skandinavischen Literatur: \u201eIch bin ein wortkarger Mann, doch gelegentlich f\u00fchre ich Selbstgespr\u00e4che.\u201c ist Band eins der von Schmidt-Henkel \u00fcbertragenen Texte \u00fcberschrieben, gefolgt von Band zwei: \u201eMan lernt, solange man lebt, wozu auch immer das gut sein soll.\u201c<\/p>\n<p>Der Festivalsamstag pr\u00e4sentiert mit sechs moderierten Kurzlesungen konzentriert aktuelle Positionen der europ\u00e4ischen Gegenwartsliteratur: Am Vormittag entwirft die gefeierte Erz\u00e4hlerin <strong>Karen K\u00f6hler<\/strong> in ihrem ersten Roman \u201eMiroloi\u201c (Hanser, 2019) die Geschichte einer Au\u00dfenseiterin in einer misogynen Gesellschaft. <strong>Sandra Burkhardts<\/strong> lyrisches Deb\u00fct \u201eWer A sagt\u201c (Gutleut, 2018) l\u00e4dt ein zu Seh\u00fcbungen in Versen: \u201eman\u201c und \u201ewir\u201c erkunden R\u00e4ume, durchwandern Landschaften, stellen Experimente an, straucheln, stolpern \u2013 und staunen. <strong>Radka Denemarkov\u00e1<\/strong>, die \u201egro\u00dfe Tabubrecherin und Themensetzerin der tschechischen Gegenwartsliteratur\u201c (NZZ), zeichnet in ihrem Roman \u201eEin Beitrag zur Geschichte der Freude\u201c (Hoffmann und Campe, 2019) ein ersch\u00fctterndes Panorama der Gewalt gegen Frauen.<\/p>\n<p>Haarscharf an der Grenze zwischen Witz und Wahnwitz bewegen sich die j\u00fcngsten Erz\u00e4hlungen des \u00f6sterreichischen Autors <strong>Clemens J. Setz<\/strong>, der am Nachmittag mit seiner Schriftstellerkollegin Barbara Zeman \u00fcber den \u201eTrost runder Dinge\u201c (Suhrkamp, 2019) spricht. <strong>Katerina Poladjan<\/strong> taucht mit ihrer Protagonistin Helen, einer Buchrestauratorin, in \u201eHier sind L\u00f6wen\u201c (S.\u00a0 Fischer, 2019) \u00fcber eine alte Familienbibel in die armenische Sprache und Historie ein. Der gro\u00dfe europ\u00e4ische Schriftsteller <strong>D\u017eevad Karahasan<\/strong> erz\u00e4hlt in f\u00fcnf Geschichten vom Kommunismus in der bosnischen Provinz: In kleinen St\u00e4dten, umgeben von majest\u00e4tischen Landschaften, bestehen die Helden in \u201eEin Haus f\u00fcr die M\u00fcden\u201c (Suhrkamp, 2019) auf ihrem Recht, zu tr\u00e4umen, zu trauern \u2013 oder einfach m\u00fcde zu sein.<\/p>\n<p>Am Samstagabend um 21 Uhr verwandelt sich das Literaturhaus in einen Konzertsaal: <strong>Sweet, Sweet Moon <\/strong>alias Matthias Frey schafft mit Violine, Synthesizer und Loop-Pedal orchestrale Klangwelten, die Lukas P\u00f6chhacker am Cello virtuos komplettiert. Eine kleine Nachtmusik mit charmantem, folk-inspirierten Indie-Pop aus \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Der Abschluss des Lesefests f\u00fchrt am Sonntag um 11 Uhr als \u201eGrand Tour\u201c durch die junge Lyrik Europas. W\u00e4hrend allerorten nationalistische und separatistische Str\u00f6mungen an Zulauf und Einfluss gewinnen, stellen der Herausgeber der gleichnamigen Anthologie <strong>Jan Wagner<\/strong> und die Freiburger Autorin <strong>Annette Pehnt <\/strong>ein Europa der Lyrik vor. Mit <strong>Paul Batchelor, Colette Bryce <\/strong>und <strong>Frances Leviston<\/strong> kommen drei Stimmen aus Gro\u00dfbritannien zum lyrischen Finale ins Stadttheater.<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Programm\u00fcbersicht<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong><u>Donnerstag, 7.11.<\/u><\/strong><\/p>\n<p>19.30 Uhr, Ratssaal des Neuen Rathauses<br \/>\n<strong>Ter\u00e9zia Mora: Auf dem Seil <\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Freitag, 8.11.<\/u><\/strong><br \/>\n15.00 Uhr, Literaturhaus<br \/>\n<strong>Arne Rautenberg und Regina Kehn: Ein Nilpferd steckt im Leuchtturm fest<\/strong><\/p>\n<p>18.00 Uhr, Museum f\u00fcr Neue Kunst<br \/>\n<strong>Barbara Zeman: Immerjahn \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>20.00 Uhr, Literaturhaus<br \/>\n<strong>Johan Harstad: Max, Mischa und die Tet-Offensive<\/strong><\/p>\n<p>22.00 Uhr, Literaturhaus<br \/>\n<strong>Hinrich Schmidt-Henkel: Kjell Askildsen<\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Samstag, 9.11.<\/u><\/strong><br \/>\n10.00 \u2013 13.00 Uhr, Literaturhaus<br \/>\n<strong>Karen K\u00f6hler: Miroloi<\/strong><br \/>\n<strong>Sandra Burkhardt: wer A sagt<\/strong><br \/>\n<strong>Radka Denemarkov\u00e1: Ein Beitrag zur Geschichte der Freude<\/strong><\/p>\n<p>15.00 \u2013 19.00 Uhr, Literaturhaus<br \/>\n<strong>Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge<\/strong><br \/>\n<strong>Katerina Poladjan: Hier sind L\u00f6wen<\/strong><br \/>\n<strong>Dzevad Karahasan: Ein Haus f\u00fcr die M\u00fcden<\/strong><\/p>\n<p>21.00 Uhr, Literaturhaus<br \/>\n<strong>Sweet, Sweet Moon<\/strong><strong>: Kleine Nachtmusik <\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Sonntag, 10.11.<\/u><\/strong><br \/>\n11.00 Uhr, Theater Freiburg, Winterer-Foyer<br \/>\n<strong>Grand Tour<\/strong><strong>: Mit Jan Wagner und Annette Pehnt durch die junge Lyrik Europas<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.literaturhaus-freiburg.de\">www.<span class=\"address\">literaturhaus-freiburg.de<\/span><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Karten-Vorverkauf \u00fcber Reservix l\u00e4uft ab sofort, das begleitende Leseheft ist ab dem 22. Oktober im Literaturhaus und im Freiburger Buchhandel erh\u00e4ltlich. \u201eDie schwere Sprache also, das beinahe-Stottern habe ich als die Materie erkannt, aus der ich meine eigene Sprache&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3644","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7mgmt-WM","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3644","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3644"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3644\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3644"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}