{"id":1220,"date":"2017-01-20T10:13:16","date_gmt":"2017-01-20T09:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/?p=1220"},"modified":"2017-01-22T11:52:26","modified_gmt":"2017-01-22T10:52:26","slug":"werner-mazur-im-autorenportraet-er-schreibt-abends-in-der-stillen-stunde-und-hat-dann-bruchstuecke-von-gedichten-schon-im-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/?p=1220","title":{"rendered":"Werner Weimar-Mazur im Autorenportr\u00e4t. Er schreibt abends in der stillen Stunde und hat dann Bruchst\u00fccke von Gedichten schon im Kopf."},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1222\" src=\"http:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/werner-mazur-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/werner-mazur-300x200.jpg 300w, https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/werner-mazur-768x511.jpg 768w, https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/werner-mazur-600x399.jpg 600w, https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/werner-mazur-272x182.jpg 272w, https:\/\/freiburger-schreibkiste.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/werner-mazur.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>1. Stellen Sie sich vor, Sie k\u00f6nnten sich selbst beim Schreiben zusehen \u2013 wo und wie schreiben Sie?<\/em><\/p>\n<p>Da ich, beruflich bedingt (ich arbeite in einem Fulltimejob zzgl. t\u00e4glich zwei Stunden Fahrtzeit als beratender Ingenieurgeologe an einem Ingenieurb\u00fcro, wo ich mich haupts\u00e4chlich mit Baugrunduntersuchungen besch\u00e4ftige und geotechnische Berichte und Stellungnahmen schreibe, was ich auch gerne mache), sehr wenig Zeit zum Schreiben habe, sitze ich oftmals abends, kurz vor dem Zubettgehen, am Wohnzimmertisch, in der stillen Stunde, und schreibe literarisch auf, was mir tags\u00fcber oder nachts zwischendurch eingefallen oder durch den Kopf gegangen ist. Es sind meist ganze Gedichte oder Bruchst\u00fccke von Gedichten, die ich vorher schon im Kopf, nach und nach, sprachlich vorformuliert habe.<\/p>\n<p><em>2. Und wie machen Sie Pause?<\/em><\/p>\n<p>Ganz unspektakul\u00e4r! Werktags mittags bei der Arbeit am Schreibtisch oder mit Kollegen in einem D\u00f6ner-Restaurant. An den Wochenenden mit meiner Frau nachmittags beim Teetrinken (im Winter) oder auf dem Balkon (im Sommer).<\/p>\n<p><em>3. Wie ist es zu Ihrer ersten (gr\u00f6\u00dferen literarischen) Ver\u00f6ffentlichung gekommen?<\/em><\/p>\n<p>Ich schreibe seit ich 14 bin, haupts\u00e4chlich Gedichte, und in den verschiedenen Lebensabschnitten mit unterschiedlichen Intensit\u00e4ten, zeitweise fast gar nicht, aber trotzdem immer. Und bis 1995 quasi f\u00fcr die Schublade, ein Sammelsurium aus vielen Zetteln und Heften. Nat\u00fcrlich mit dem heimlichen Hintergedanken (Wunsch oder Traum), einmal zu ver\u00f6ffentlichen. 1995 dachte ich dann, ich k\u00f6nnte meine Schublade \u00f6ffnen, die Gedichte sichten und zwischen zwei Buchdeckel klemmen. Detto fatto! Heraus kam mein erster Gedichtband unter dem Titel &#8222;Tauch ein &#8211; Gedichte 1970 bis 1994&#8220;, erschienen im Waldkircher Verlag, den es inzwischen nicht mehr gibt (lag aber wohl nicht an meinem Buch?!). Ein Buch, das ich aus heutiger Sicht und mit meinem heutigen Anspruch an Gedichte, lieber verstecke, als es vorzuzeigen. Aber, das ist wichtig, es war ein Anfang, insbesondere auch \u00f6ffentliche Lesungen, die ich damit machte, spornten mich an. Pl\u00f6tzlich war ich &#8222;Dichter&#8220; und hatte eine \u00d6ffentlichkeit (Zuh\u00f6rer, Leser, die das B\u00fcchlein kauften, und mir R\u00fcckmeldungen gaben). Ab 1995 folgten nach und nach, und jedes Jahr immer mehr, einzelne Ver\u00f6ffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Ich besch\u00e4ftigte mich wieder intensiver mit Literatur und Dichtung, neben meinem Beruf als Geologe. Der absolute Push kam dann im Januar 2011, als ich ein &#8222;Konvolut&#8220; von Gedichten, die Vorstufe eines sp\u00e4teren Manuskriptes, das 2012 in meinen zweiten Gedichtband &#8222;hautsterben&#8220; (erschienen bei Edition Art Science, Wien und St. Wolfgang) m\u00fcndete, als ich also &#8222;mein&#8220; Konvolut keinem geringeren als Christoph Meckel zukommen lassen durfte, und dieser es sogar las, und dar\u00fcber hinaus, mehr noch, sogar etwas &#8222;Sch\u00f6nes&#8220; dazu sagte, das mir Mut machte und neuen Ansporn gab. Meckel sagte damals: <em>&#8222;Sie sollten Ihre Verse n\u00e4her an sich heranlassen und nicht von Hobby sprechen.&#8220;<\/em> Das war f\u00fcr mich eine neue Initialz\u00fcndung, und ich wusste, ich bin Dichter und MUSS schreiben. Seitdem arbeitete ich fast meine ganze, wenige Freizeit an meinen Gedichten, lie\u00df die Prosaversuche (ein paar abgebrochene Romananf\u00e4nge von jeweils 30 Seiten) liegen und ackerte jetzt richtig, besonders an meinem letzten Gedichtband &#8222;herzecho &#8211; lyrische sonogramme&#8220;, der gerade eben erst, genauer gesagt, am 16. Dezember 2016 im Verlag Rote Zahlen, Buxtehude, erschienen ist. Lektorisch begleitet wurde das &#8222;herzecho&#8220; von meinem Kollegen und &#8222;Freund&#8220;, Holger Benkel, Sch\u00f6nebeck \/ Elbe. Ein gutes Lektorat, auch bei Gedichten, ist eine wichtige Sache. Ich gehe die Literatur jetzt fast &#8222;(halb)professionell&#8220; an. Und, sie macht immer noch, oder immer mehr Spa\u00df!<\/p>\n<p><em>4. Woran erkennen Sie einen guten Text?<\/em><\/p>\n<p>An der Sprache.<\/p>\n<p><em>5. Was bestimmt Ihren Alltag \u2013 neben dem Schreiben?<\/em><\/p>\n<p>Oh, das habe ich unter Punkt 1 schon verraten. Zumindest, was den Beruf anbelangt, der den Hauptteil meiner Zeit einnimmt. Nebenbei jogge ich im Sommerhalbjahr ein bisschen (meist nur am Wochenende) in und um Waldkirch, wo ich seit 2000 lebe. Und meine Frau nat\u00fcrlich! Und faulenzen oder ein bisschen lesen, auch Fernsehgucken, in Internetforen und literarisch im Netz surfen und und und, was viele andere auch tun. Und immer wieder schreiben, auch neben dem Schreiben. In letzter Zeit versuche ich mich mal wieder an Prosa &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>&#8222;Naziwam si\u0119 <strong>Weimar-Mazur Werner<\/strong>, jestem geologiem, mieszkam we Waldkirch, mam 61 lat, jestem \u017conaty, nie mam dzieci &#8230; Prosz\u0119, trzy znaczki na widok\u00f3wki do niemiec &#8230; Ich h\u00e4tte nicht aufh\u00f6ren sollen, Polnisch zu lernen und Wodka zu trinken.&#8220;<\/em><br \/>\n<strong>Werner Weimar-Mazur<\/strong> wurde 1955 in Weimar geboren. Im Alter von einem Jahr kam er nach Karlsruhe, wo er aufwuchs und Geologie studierte. Er arbeitet heute als beratender Ingenieurgeologe. Seit 1992 lebt er im Raum Freiburg im Breisgau, mit Unterbrechung von 2008 bis 2010 in L\u00f6rrach. 1979 und 1980 war er zu mehrmonatigen Studienaufenthalten in den Hohen Tauern in Gro\u00dfkirchheim, K\u00e4rnten \/ \u00d6sterreich. Von 1989 bis 1992 lebte und arbeitete Werner Weimar-Mazur in Bern \/ Schweiz, von 2007 bis 2010 arbeitete er in Reinach BL \/ Schweiz.<br \/>\nWerner Weimar-Mazur schreibt Gedichte und Prosa. 2003 nahm er am Autorentreffen \/ Preis \u201eIrseer Pegasus\u201c (Endrunde) mit einem Prosatext teil. 2012 wurde er Preistr\u00e4ger des Hildesheimer Lyrik-Wettbewerbs, 2013 Preistr\u00e4ger des Athmer-Lyrikpreises und war Teilnehmer der ersten Lesung des Lyrikpreises M\u00fcnchen 2013. Derzeit arbeitet er an einem Roman. Werner Weimar-Mazur ist Mitglied im Literaturforum S\u00fcdwest e.V., Freiburg (Literaturb\u00fcro Freiburg), in der Literarischen Gesellschaft Th\u00fcringen e.V., Weimar, in der Literarischen Gesellschaft \/ Scheffelbund Karlsruhe e.V. und bei keinVerlag e.V. sowie Autor bei fixpoetry.com, literaturport.de, lyrikwelt.de und im Forum-der-13.de.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.weimar-mazur.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.weimar-mazur.de\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Stellen Sie sich vor, Sie k\u00f6nnten sich selbst beim Schreiben zusehen \u2013 wo und wie schreiben Sie? 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