Veranstaltungen

Okt
7
Mi
Freiburger Andruck: Iris Wolff, Die Unschärfe der Welt @ Literaturhaus
Okt 7 um 19:30

Iris Wolff präsentiert ihren neuen Roman „Die Unschärfe der Welt“. Martin Bruch moderiert den Abend.

Seit 2009 stellt die Lesereihe „Freiburger Andruck“ in Premierenlesungen die neuen Bücher von Freiburger Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer vor. Vier bis sechs Lesungen pro Jahr finden abwechselnd im Literaturhaus, im Theater, in der Stadtbibliothek oder im SWR-Studio statt. Veranstalter sind das Kulturamt, das Literaturhaus, die Stadtbibliothek, das Theater Freiburg, das SWR Studio Freiburg und die Badische Zeitung.

Eintritt: 9 Euro /ermäßigt 6 Euro.
Vorverkauf über BZ-Kartenservice, www.reservix.de, 01806/700733

 

Okt
9
Fr
Komische Verse – ein Lyrik-Workshop: heute Anmeldeschluss @ Bildungswerk Freiburg
Okt 9 um 8:00

Die heitere und komische Lyrik wird im deutschsprachigen Raum schnell als zu leicht abgetan. Dabei steht sie in einer Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Große Geister wie Lessing, Goethe oder Brecht haben sie hoch geachtet und sich ihr mit Vergnügen ergeben.
Wir erkunden, was das Komische ausmacht, wie es ins Gedicht kommt und wie es mit dem Tiefsinn zusammenspielt. Es gibt viele Anregungen und viel Raum für das eigene Experimentieren mit besonders geeigneten lyrischen Formen und Methoden.
Erfahrung mit dem Schreiben von Lyrik wird nicht vorausgesetzt.

Bildungswerk Freiburg, Landsknechtstr. 4, 79102 Freiburg-Wiehre
Kursgebühr: 39,00 €

Anmeldung bis heute, 9.10.20:
https://www.erwachsenenbildung-freiburg.de/programm_erwachsenenbildung_freiburg/kreativitaet_entdecken.php?we_objectID=7488

Okt
13
Di
zwischen/miete: Helene Bukowski @ noch nicht bekannt
Okt 13 um 20:00

Junge Literatur in WGs

Eines Tages steht das Kind plötzlich da, die Haare feuerrot leuchtend inmitten des Kiefernwaldes, und gehört niemandem. Skalde nimmt es mit zu sich, obwohl sie weiß, dass die anderen, die in dieser abgelegenen Gegend leben, das nicht dulden werden. In ihrem Debütroman „Milchzähne“ (Aufbau, 2019) erzählt Helene Bukowski von Vertrauen und Zuneigung in einer Familie, die von Misstrauen und Feindseligkeit umgeben ist.

„In der Welt in meinem Roman ist es Brauch, die herausgefallenen Milchzähne aufzuheben. Es ist ein Sinnbild dafür, wie sehr die Figuren an Dingen festhalten, die eigentlich schon verloren sind“, so die Autorin, die in diesem Herbst im Rahmen des 900. Stadtjubiläums als Stipendiatin in Freiburg zu Gast ist, um an ihrem zweiten Roman zu arbeiten. Für einen Abend kommt sie aus der Schreibklausur zur „zwischen/miete“. Die Reihe verwandelt WGs in literarische Salons: Abendgesellschaften auf Socken, organisiert und moderiert von einem Team Studierender.

Mehr unter: www.facebook.com/zwischenmiete

Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg, Centre Culturel Français Freiburg

Datum: 13.10.2020, 20 Uhr
Ort: wird online bekannt gegeben
Eintritt: 5 Euro (inkl. Bier und Brötchen, nur Abendkasse)

Okt
21
Mi
Lesung Abbas Khider: Palast der Miserablen @ Literaturhaus Freiburg
Okt 21 um 19:30

Lesung und Gespräch mit Anna Engel

„Abbas Khiders Figuren sind Entwurzelte, Träumer und Beobachter“, schreibt die FAZ. 1973 in Bagdad geboren, wurde Khider mit 19 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet und floh nach seiner Entlassung aus dem Irak. Seit 2000 lebt er in Deutschland, studierte Literatur und Philosophie, legte 2008 sein literarisches Debüt vor. Nach dem augenzwinkernden endgültigen Lehrbuch „Deutsch für alle“ (2019) erzählt der Adelbert-von-Chamisso- Preisträger in seinem fünften Roman „Palast der Miserablen“ (Hanser, 2020) die Geschichte eines Jungen aus den Slums von Bagdad.

Das Leben von Shams und seiner Familie im von Saddam Hussein beherrschten Land ist geprägt von existenzieller Not. Der Junge verdingt sich als Plastiktütenverkäufer, Busfahrergehilfe, Lastenträger. Und er liebt Bücher. Doch in einer Zeit, in der ein falsches Wort den Tod bedeuten kann, führt ihn das Lesen in eine Welt, deren Gefahren er nicht kommen sieht. Ein persönlicher, lebendiger Roman voll unvergesslicher Figuren, über den der Autor ins Gespräch kommt mit Anna Engel von HR2-Kultur.

Datum: 21.10.2020, 19:30 Uhr
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
Eintritt: 9/6 Euro

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Okt
22
Do
Herdermer Sommer-Lesungen: Hans Sigmund und Ingrid Winkler mit „Neuen Geschichten aus über 1000 Jahren Herdern“ @ Herdermer Kirchplatz
Okt 22 um 19:30
  1. Herdermer Sommer-Lesungen

2.7.–22.10.2020

Sommerliche Lesungen auf dem Herdermer Kirchplatz

donnerstags um 19:30 Uhr

Eintritt frei, Spenden fürs Autor*innen-Honorar willkommen.

Bei schlechtem Wetter finden die Lesungen in der Bibliothek des Jugendforums statt

28. Mai / 22. Oktober – Hans Sigmund und Ingrid Winkler:

„Neue Geschichten aus über 1000 Jahren Herdern“

Die Geschichte Herderns reicht vermutlich bis weit vor die erste belegbare Nennung im Jahr 1008 u.Z. zurück, und die ersten Herdermer waren wohl ein bunt gemischtes Völkchen aus Kelten, sesshaft gewordenen Römern und Alemannen. Hans Sigmund und Ingrid Winkler erzählen Herdermer Historie aus uralter und neuer Zeit: Herdern, ein Fest der Vielfalt von Anfang an.

Lesung Karine Tuil: Menschliche Dinge @ Literaturhaus Freiburg
Okt 22 um 19:30

Zweisprachige Lesung und Gespräch mit Maja Ueberle-Pfaff

Karine Tuil wird live aus Paris zugeschaltet. Durch den Abend im Literaturhaus führen ihre Übersetzerin Maja Ueberle-Pfaff und Sonia Goldblum als Dolmetscherin.

Die Farels sind schön und reich, haben Einfluss und Macht: Jean Farel ist ein prominenter Fernsehjournalist, seine Frau Claire eine Intellektuelle, bekannt für ihr feministisches Engagement. Ihr Sohn Alexandre – gutaussehend, sportlich, eloquent – studiert an einer Elite-Uni. Eine Familie wie aus dem Bilderbuch. Doch eines Morgens steht die Polizei vor Farels Tür, eine junge Frau hat Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet. Die glanzvolle Fassade zeigt gefährliche Risse.

In ihrem mit dem Prix Goncourt des lycéens und dem Prix Interallié ausgezeichneten Roman „Menschliche Dinge“ (Claassen, 2020) zeigt die vielbeachtete Juristin und Autorin Karine Tuil eine Gesellschaft, die auf Leistung und Selbstdarstellung getrimmt ist, in der sich jeder nimmt, was er will. Mit ihrer Übersetzerin Maja Ueberle-Pfaff kommt sie ins Gespräch über Realität und Fiktion, über den „Fall Stanford“ und die #MeToo-Debatte. Dolmetscherin: Sonia Goldblum.

Foto: © JF Paga

Mitveranstalter: Centre Culturel Français Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg

Datum: 22.10.2020, 19:30 Uhr
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
Eintritt: 9/6 Euro

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Okt
24
Sa
Komische Verse – ein Lyrik-Workshop @ Bildungswerk Freiburg
Okt 24 um 11:00 – 17:00

Die heitere und komische Lyrik wird im deutschsprachigen Raum schnell als zu leicht abgetan. Dabei steht sie in einer Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Große Geister wie Lessing, Goethe oder Brecht haben sie hoch geachtet und sich ihr mit Vergnügen ergeben.
Wir erkunden, was das Komische ausmacht, wie es ins Gedicht kommt und wie es mit dem Tiefsinn zusammenspielt. Es gibt viele Anregungen und viel Raum für das eigene Experimentieren mit besonders geeigneten lyrischen Formen und Methoden.
Erfahrung mit dem Schreiben von Lyrik wird nicht vorausgesetzt.

Bildungswerk Freiburg, Landsknechtstr. 4, 79102 Freiburg-Wiehre
Kursgebühr: 39,00 €

Anmeldung bis 09.10.20:
https://www.erwachsenenbildung-freiburg.de/programm_erwachsenenbildung_freiburg/kreativitaet_entdecken.php?we_objectID=7488

Nov
5
Do
Eröffnung des 34. Freiburger Literaturgesprächs: Lutz Seiler, Stern 111 @ Historisches Kaufhaus
Nov 5 um 19:30

„Der ‚Stern 111‘, er leuchtet spektral. Legendäres Radiofabrikat der DDR, reine Liebe für eine junge Frau, die Sternferne der Dichtkunst genauso wie der Star, der die Eltern des Romanhelden in den Westen lockt. Dieser Roman leuchtet auf jeder Seite.“ So lautete die Begründung der Jury des Preises der Leipziger Buchmesse, den in diesem Jahr Lutz Seiler für seinen Roman „Stern 111“ (Suhrkamp, 2020) erhielt.

Zwei Tage nach der Wende: Carls Eltern verlassen ihr altes Leben und verfolgen ein lang gehütetes „Lebensgeheimnis“. Carl flieht nach Berlin, lebt auf der Straße, bis er in den Kreis des „klugen Rudels“ aufgenommen wird und schließlich in der Kellerkneipe Assel landet. Im U-Boot der Assel schlingert er durch das archaische Chaos der Nachwendezeit, immer in der Hoffnung, Effi wiederzusehen, „die einzige Frau, in die er je verliebt gewesen war“. Nach seinem Bestseller „Kruso“, der von Schiffbrüchigen auf Hiddensee erzählt, führt Seiler nun die Geschichte von Inge und Walter Bischoff und ihrem Sohn Carl in zwei großen Erzählbögen fort – in einem Roadtrip um den halben Erdball und einem Berlin-Roman, der uns die ersten Tage einer neuen Welt vor Augen führt: „Berührender als Lutz Seiler hat sehr lange niemand mehr von diesen nebligen, von anderen Dichtern zig mal in grellen Farben übertünchten Jahren erzählt“ (taz).

Begrüßung: Ulrich von Kirchbach
Erster Bürgermeister der Stadt Freiburg

Moderation: Insa Wilke

Datum: 05.11.2020, 19:30 Uhr
Ort: Historisches Kaufhaus, Münsterplatz 24
Eintritt: 15/10 Euro

Ausverkauft

Nov
6
Fr
Literaturgespräch: Gigaguhl und das Riesen-Glück @ Literaturhaus
Nov 6 um 15:00

Alex Rühle und Barbara Yelin: Gigaguhl und das Riesen-Glück

34. Literaturgespräch: Wilder Freitag für Abenteuerkinder (5–9 Jahre)

Für Gigaguhl, den größten aller Riesen, sind Bäume klein wie Klee, Wolken nur ein Häppchen für zwischendurch und Schafe nette Bartbewohner. Unter freiem Himmel, auf waldgrüner Wiese und mit einem Finkenpaar in der Augenbraue fühlt er sich am wohlsten. Bis er eines Tages sehr müde wird … Was aber passiert, wenn ein Riese sich schlafen legt? Was, wenn er so lange schläft, dass er gar nicht merkt, wie die Natur verschwindet und auf seinem Rücken eine Stadt gebaut wird? Und was, wenn zwei mutige Kinder den schlafenden Riesen wecken?

Der Journalist, Autor und SZ-Redakteur Alex Rühle trifft auf die vielfach ausgezeichnete Künstlerin Barbara Yelin – entstanden ist eine gigantische Freundschaftsgeschichte mit originellen Versen und außergewöhnlicher Bilderwelt.

Nach dem Erfolg von „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ und „Traumspringer“ erdichtet Alex Rühle mit „Gigaguhl und das Riesen-Glück“ (dtv, 2020) eine blühende Welt. Barbara Yelin hat sich als Comiczeichnerin erst in Frankreich einen Namen gemacht, inzwischen wird sie für Bücher wie „Irmina“ oder „Der Sommer ihres Lebens“ auch hierzulande gefeiert. Nun hat sie mit schwungvollem Strich ihr erstes Bilderbuch für Kinder gezeichnet.

Begrüßung: Anna Lee Engel, Junges Literaturhaus Freiburg

Datum: 06.11.2020, 15:00
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
Eintritt: 6/4 Euro

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Christian Schulteisz: Wense @ Literaturhaus
Nov 6 um 18:00

Vom Wandern, Forschen, Komponieren

Nach dem Tod Hans Jürgen von der Wenses (1894–1966) hat man angeblich 60.000 Nachlassseiten, 258 Messtischblätter, 40 Kompositionen, 3000 Fotos und tausende Briefe gefunden. Der hochbegabte Autodidakt übersetzte und dichtete, komponierte und forschte, beschäftigte sich mit Astrologie, Meteorologie und Kartografie. Vor allem aber wanderte er. Mehr als 40.000 Kilometer soll er zurückgelegt haben. Diesen ekstatisch Umherstreifenden stellt Christian Schulteisz ins Zentrum seines Romandebüts „Wense“ (Berenberg, 2020). Angelehnt an die historische Person erzählt er von einem allwissenden Taugenichts, der plötzlich taugen soll.

1943 muss Wense in Göttingen Kriegsersatzdienst leisten – in den Physikalischen Werkstätten. Schulteisz skizziert Wenses wachsende Freundschaft zu einem französischen Physiker, das enge Verhältnis zur Mutter, Hunger und Krankheit, Krieg und Wahnsinn. Vor allem aber beschreibt er ein Staunen, das sich leidenschaftlich in Gedanken und Büchern verliert, eine Wahrnehmung, in der alles mit allem verbunden ist. Deutsche Landschaften sind Wense ebenso heilig wie die Sagen und Mythen der Cherusker, Maya oder Osmanen, wie Sterne, Steine, Tiere – eben alles andere, was es zu entdecken gilt. Und so wandelt sich auch die Lektüre dieses schmalen Romans zur staunenden Beobachtung.

Moderation: Katharina Knüppel

Datum: 06.11.2020, 18:00
Ort: Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17
Eintritt: 5 Euro

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