Auszeichnung für Literaturseminar mit Autoren, Sprechtrainern und Schauspielern an der Uni Freiburg vergeben.

Foto: Sandra Meyndt

Kreative und praxisbezogene Lehre

Universität Freiburg vergibt zwei Auszeichnungen in Höhe von insgesamt 140.000 Euro

Literaturseminare mit Autoren, Sprechtrainern und Schauspielern für Studierende der Germanistik und eine interprofessionelle Ausbildungsstation für Pflegekräfte und Ärzte am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin: Die Albert-Ludwigs-Universität hat in diesem Jahr zwei Projekte mit dem „Instructional Development Award“ (IDA) – ihrem mit 70.000 Euro dotierten Lehrentwicklungspreis – ausgezeichnet. Die Projekte sind auf maximal 18 Monate ausgelegt und beginnen am 1. Oktober 2018. In dieser Zeit verfügen die Preisträgerinnen und Preisträger über flexibel einsetzbare Mittel, die ihnen finanzielle und zeitliche Freiräume eröffnen. Sie können zum Beispiel ihre Vertretung über Lehraufträge finanzieren oder wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Hilfskräfte einstellen. Die Förderung erfolgt aus dem Bund-Länder-Programm „Qualitätspakt Lehre“.

Prof. Dr. Martina Backes und Prof. Dr. Weertje Willms (Institut für Germanistische Mediävistik und Institut für Neuere Deutsche Literatur): „Kreatives Schreiben. Ein innovatives Kurskonzept zum Forschenden Lernen mit Praxisbezug in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg“

Kreative Praxis mit wissenschaftlicher Reflexion verknüpfen sowie Einblicke in den Literaturbetrieb eröffnen – das in der Germanistik angesiedelte Lehr- und Lernprojekt bietet Studierenden die Möglichkeit, Potenziale, die im eigenen Schreiben und in dessen wissenschaftlicher Betrachtung liegen, zu erkunden und zu entwickeln. In mehreren Blockveranstaltungen erwerben die Studierenden Kompetenzen im kreativen Schreiben. Angeleitet von Autorinnen und Autoren erhalten sie Schreibimpulse und reflektieren diese anhand literaturwissenschaftlicher Kategorien. Die Studierenden setzen die entstandenen Texte anschließend in eine Inszenierung um: Unterstützt von Schauspielerinnen und Schauspielern sowie Sprechtrainerinnen und Sprechtrainern entwickeln sie Aufführungskonzepte, die sie einüben und in einer Abendveranstaltung im Literaturhaus Freiburg präsentieren. Die Kooperation mit dem Literaturhaus eröffnet den Studierenden außerdem die Chance, die Abläufe einer solchen Veranstaltung mitzugestalten. Das Seminar soll dauerhaft in die literaturwissenschaftlichen Masterstudiengänge der Germanistik integriert und nach Möglichkeit auf andere Fachbereiche übertragen werden.

Kontakt:
Dr. Tanja Krämer-McCaffery und Carolin Wagner
Abteilung Lehrentwicklung
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-97558 /-9088
tanja.kraemer-mccaffery@zv.uni-freiburg.de /
carolin.wagner@zv.uni-freiburg.de

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